Dezember 2020 von Erich Bauer

Mein kosmischer Blick für den Monat Dezember 2020

Dezember ist’s –, und Corona ist immer noch nicht vorbei. Wie es aussieht, wird sich die Qual, draußen sich nur mit Maske und in gebührlichem Abstand zu zeigen, noch bis Ende des Jahres hinziehen – und womöglich sogar bis ins nächste Jahr.

Venus steht bis zur Monatsmitte im Zeichen Skorpion. Das ist bestimmt keine Konstellation, die Hoffnung macht. Mars zieht durch das Zeichen Widder und läuft wieder vorwärts. Auf seinem Weg steht er kurz vor Weihnachten in einem Quadrat zu Pluto. Das war auch damals so, im März und April diesen Jahres, als das Corona-Desaster bei uns seinen Anfang nahm. Auch das klingt nicht nach einem fröhlichen Weihnachtsmonat und schon gar nicht nach glücklichen Weihnachtsfeiertagen.

Aber es gibt auch Hoffnung, große sogar.

Am 17. des Monats verlässt Saturn das Sternzeichen Steinbock und zieht im Wassermann ein. Drei Tage später, am 20., folgt ihm Jupiter nach. Aus astrologischer Sicht signalisiert das eine neue Zeit.

Daher erst einmal ein paar Gedanken zu Saturn im Wassermann. Diese sind auch insofern besonders angesagt, weil Saturn das Jahr 2021 regiert

Saturn ist an sich kein Stern, den man mit Erneuerung – und schon gleich gar nicht – mit Wohlwollen oder gar Liebe und Glück verbindet. Er besitzt einen schlechten Ruf, weckt Angst und Sorgen, erinnert einen an des „Lebens Müh’ und Plagen“. Aber, so weiß die Astrologie, das gilt nur dann, wenn Saturn als Regent des Tierkreiszeichens Steinbock fungiert. Aber – und jetzt kommt der entscheidende Punkt – Saturn gehört zur Hälfte zum Wassermann.

Es ist nämlich so: bevor Uranus im 18. Jahrhundert entdeckt wurde, galt Saturn als Regent sowohl des Steinbocks wie des Wassermanns. Genau wie Venus zu Stier und Waage und Merkur zu Zwillinge und Jungfrau gehören, so besaß damals auch Saturn zwei Seiten, war sowohl „steinböckisch” als auch „wassermännisch”. Als dann Uranus entdeckt wurde, hat man die Wassermann-Seite von Saturn einfach vergessen.

Das ist aber nicht richtig.

Jetzt, wo dieser Saturn die nächsten zweieinhalb Jahre im Sternzeichen Wassermann steht und dazu das kommende Jahr regiert, meine ich, dass man davon ausgehen kann, dass Saturn sich an seine wassermännische Seite erinnert. Dann wird 2021 weniger steinböckisch, dafür mehr wassermännisch.

Das macht Hoffnung – große Hoffnung sogar.

Kommen wir jetzt zu Jupiter, der wie gesagt, ab 20. Dezember ebenfalls im Wassermann steht und Saturn begleitet. Jupiter ist der Stern, der uns Einsichten schenkt. „Einsicht“ bedeutet in der Astrologie mehr als Verstehen. Es kommt etwas hinzu, es wird umfassender, eine „Einsicht“ bezieht sich nicht nur wie „Verstand“ auf die realen Fakten, sondern setzt auf etwas, was darüber hinausgeht. Jupiter ist der leitende Planet des Sternzeichens Schütze. Dieses Sternzeichen schafft Raum für etwas, was der Realität ihre Ausschließlichkeit nimmt und lässt auch andere Wirklichkeiten gelten. Darin liegt die immense Weitsicht dieses Planeten Jupiter: Er ermöglicht, die Realität auf uns wirken zu lassen, so dass sie in uns etwas weckt, was mit dem rein Faktischen nur begrenzt übereinstimmt.

Jupiter und Saturn, letzterer, der, wie wir jetzt wissen, auch wassermännisch ist, ziehen durch das Tierkreiszeichen Wassermann. Ich meine, dass diese Konstellation mit einer riesengroßen Hoffnung verbunden ist. Wenn Sie sich erinnern: In den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts gab es einen Song, der weltberühmt wurde. Er hieß “The Year of Aquarius“. In diesem Lied wurde eine neue Zeit besungen. Vielleicht war es damals noch nicht so weit, aber vielleicht jetzt im Jahr 2021.

Natürlich bin ich kein Narr, der glaubt, dass jetzt alles besser wird. Eher nicht. Das große Ganze wird so bleiben, wie es ist und wird eher noch schlimmer. Aber für jeden Einzelnen, also für Sie und für mich, besteht die Chance, mit diesen Sternen im Wassermann eine neue, persönliche Zeit zu beginnen.

Der Wassermann ist das vorletzte Zeichen im Tierkreis. Er bereitet auf das letzte, die Fische, vor. Im Zeichen Fische löst sich alles Reale auf und man erhält einen Zugang in eine andere Welt. Dort ist man frei von äußeren Zwängen und folgt seiner inneren Bestimmung. Diesen Weg werden auch 2021 nur wenige Menschen gehen. Aber mit diesen Sternen ist er möglich. Daher möchte ich uns alle ermuntern, diese neuen Zeichen in uns aufzunehmen und wirken zu lassen. Wir Menschen sind so ungeheuer zugemüllt mit dem, was sich in unserer Vergangenheit entwickelt hat und uns von unseren Eltern, Ahnen und Lehrern angehängt wurde. 2021 können wir uns davon befreien. Dann sind wir nicht mehr nur ein Kind der Zeit, sondern eines, das über die Zeit hinauswächst und frei ist von Konditionen.

Von Mitte Juni bis Ende August löst sich Jupiter von Saturn und streicht dann durch das Tierkreiszeichen Fische. Freunde, das ist eine Chance, in die Welt der Fische einzutauchen und ihr teilhaftig zu werden. All die irdischen Verstrickungen, die sich über viele Leben hindurch in uns verwirklicht haben, können abfallen. Das bedeutet in gar keiner Weise, dass wir uns nicht mehr in der realen Welt zurechtfinden. Im Gegenteil, das geht sogar besser. Aber wir sind nicht mehr gefangen und dem Ganzen blind ausgeliefert.

Wir erhalten 2021 eine große Chance. Aber wir müssen sie auch ergreifen. Eine Türe tut sich auf. Aber wir können auch davor stehen bleiben.

Ihr Erich Bauer